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EINLEITUNG
Ungarn (ungarisch Magyarország),
Republik im Südosten Mitteleuropas, die im Norden an die Slowakei,
im Nordosten an die Ukraine, im Osten an Rumänien, im Süden an
die Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro), an Kroatien und
Slowenien sowie im Westen an Österreich grenzt.
Die Fläche Ungarns beträgt
93 030 Quadratkilometer.
Die Hauptstadt des Landes ist Budapest.
LAND
Das Land erstreckt sich in Ost-West-Richtung
etwa 500 Kilometer und in Nord-Süd-Richtung rund 300 Kilometer.
Im östlich der Donau gelegenen
Mátragebirge befindet sich der Kékes; er markiert mit 1 014
Metern die höchste Erhebung des Landes. Der Südwesten Ungarns
wird vom Transdanubischen Hügelland eingenommen. In diesem Gebiet
liegt auch der Plattensee (Balaton), der größte See Mitteleuropas.
BEVÖLKERUNG
Die Einwohnerzahl Ungarns beträgt
10,1 Millionen.
Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte
liegt bei 108 Einwohnern pro Quadratkilometer.
WICHTIGE STÄDTE
Die Bevölkerung lebt zu 64
Prozent in Städten.
Die Hauptstadt Budapest hat 2,1
Millionen Einwohner und ist das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum
Ungarns.
Weitere bedeutende Städte sind
Pécs (180 000 Einwohner), Debrecen (205 000 Einwohner), Miskolc
(177 000 Einwohner), Szeged (159 000 Einwohner).
BILDUNG
Die bedeutendsten der knapp 60 höheren
Bildungseinrichtungen Ungarns sind die Universitäten von Pécs
(gegründet 1367), Budapest (1635),
Szeged (1872) und Debrecen (1912). 1998-1999 waren 279 397 Studenten an
den Hochschulen und Universitäten eingeschrieben. Die meisten Hochschulen
sind auf die Ausbildung von Lehrern, auf technische Fächer, auf Landwirtschaft
oder eine spezielle Berufsausbildung ausgerichtet.
KULTUR
Zu den führenden Museen Ungarns
gehören das Ungarische Historische Landesmuseum, das Sammlungen über
die Geschichte der magyarischen Kultur ab dem 9. Jahrhundert beherbergt,
das Ungarische Museum der Bildenden Künste und das Ungarische Nationalmuseum
der Naturgeschichte. Diese drei Museen befinden sich in Budapest.
GESCHICHTE
Das Gebiet des heutigen Ungarn war
ab dem 1. Jahrhundert v. Chr. Teil der römischen Provinzen Dakien
und Pannonien.
Der Volksaufstand von 1956
Die Unzufriedenheit der Bevölkerung
wuchs, und die antisowjetische Opposition wurde durch Demonstrationen in
Polen 1956 bestärkt. Studenten demonstrierten für die Abschaffung
der Pflichtfächer „Russisch” und „Marxismus-Leninismus” an Schulen
und Universitäten und brachten zusammen mit dem Schriftstellerbund
ihre Sympathie für die antisowjetische Bewegung in Polen zum Ausdruck.
Die Arbeiter schlossen sich der Forderung dieser Gruppierungen an. Am 23.
Oktober bat Ministerpräsident Hegedüs angesichts des großen
Unmutes in der ungarischen Bevölkerung die sowjetischen Besatzungstruppen
um Hilfe. Die Arbeiterpartei griff ein, Hegedüs wurde durch Nagy und
Gerö durch János Kádár abgelöst. Nagy stand
auf Seiten der Demonstranten und kündigte das Ende des Einparteiensystems
und die Abhaltung freier Wahlen an. Er versprach Wirtschaftsreformen, entließ
Kardinal Mindszenty aus der Haft, forderte den Abzug der sowjetischen Truppen,
kündigte Ungarns Mitgliedschaft im Warschauer Pakt auf und erklärte
Ungarn zu einem neutralen Staat. Anfang November wurde der „Ungarische
Volksaufstand” durch sowjetische Truppen und Panzer blutig niedergeschlagen.
Hunderte von Ungarn wurden hingerichtet, viele Tausende wurden verhaftet,
und fast 200 000 Menschen flohen nach Österreich. Imre Nagy wurde
1958 in einem Geheimprozess zum Tod verurteilt und hingerichtet.
Demokratisierung
Der neue Generalsekretär Károly
Grósz übernahm im Juni 1987 das Amt des Ministerpräsidenten.
In dieser Position initiierte er ein Wirtschaftsprogramm, das die Erhebung
neuer Steuern, die Streichung von Subventionen und die Förderung der
Privatwirtschaft beinhaltete. Als weitere Zeichen der Liberalisierung gestattete
die Regierung die Bildung unabhängiger politischer Gruppierungen und
führte das Streik- und Demonstrationsrecht ein. In der Folgezeit wurde
die bestehende Verfassung überarbeitet, das Mehrparteiensystem eingeführt,
und der offizielle Name des Landes wurde von Volksrepublik Ungarn in Republik
Ungarn geändert. Im März und April 1990 gewann eine Koalition
aus Mitte-rechts-Parteien bei den ersten freien Parlamentswahlen seit 45
Jahren die Mehrheit im Parlament. Der Schriftsteller Árpád
Göncz, einer der Mitbegründer des Bundes Freier Demokraten (SZDSZ),
wurde zum Staatsoberhaupt gewählt.
1990 trat Ungarn als erstes mitteleuropäisches
Land des Ostblocks dem Europarat bei. Es wurden auch erstmals Gespräche
über eine Aufnahme Ungarns in die Europäische Union geführt.
1991 und 1992 unterzeichnete die Regierung Erklärungen über eine
Zusammenarbeit mit Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen
Republik, Russland sowie der Ukraine. Die Beziehungen zu Rumänien
und der Slowakei blieben aufgrund der Behandlung der ungarischen Minderheiten
in diesen Ländern angespannt. Im April 1994 beantragte Ungarn die
Mitgliedschaft in der Europäischen Union. Bei den Parlamentswahlen
vom Mai 1994 gewann die Ungarische Sozialistische Partei (MSZP; früher:
Ungarische Sozialistische Arbeiterpartei) wieder die Mehrheit der Sitze
im Parlament. Das Amt des Ministerpräsidenten übernahm Gyula
Horn. Im September 1996 wurde mit Rumänien ein bilateraler Grundlagenvertrag
abgeschlossen. In ihm werden die Rechte der Ungarn in Rumänien geregelt.
Im November 1997 stimmten die Ungarn
im Rahmen einer Volksabstimmung mit großer Mehrheit für den
Beitritt ihres Landes zur NATO, nachdem Vertreter des Landes von den Mitgliedsstaaten
des westlichen Verteidigungsbündnisses bereits zu Verhandlungen eingeladen
worden waren. Seit Anfang 1998 wird der Beitritt Ungarns zur Europäischen
Union vorbereitet. Die Parlamentswahlen vom Mai 1998 führten zu einem
Machtwechsel. Stärkste politische Kraft wurde der rechtsliberale Bund
der Jungen Demokraten (FIDESZ). Dessen Vorsitzender, Viktor Orbán,
wurde zum neuen Ministerpräsidenten Ungarns gewählt; er steht
einer Koalitionsregierung seiner Partei mit dem Demokratischen Forum (MDF)
und der Unabhängigen Partei der Kleinbauern (FKgP) vor. Am 12. März
1999 wurde Ungarn offiziell in die NATO aufgenommen. Im April 2000 setzte
eine verheerende Flutkatastrophe rund 251 000 Hektar Land unter Wasser
und forderte zehn Todesopfer.
Bei den Präsidentschaftswahlen
am 6. Juni 2000 wurde Ferenc Madl in der dritten Runde mit einfacher Mehrheit
zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Der Jurist und Politiker
trat die Nachfolge des nach zwei Amtsperioden scheidenden Árpád
Göncz an.
MUSIK
Im 17. und 18. Jahrhundert hatten
die Fürstenhöfe – wie der des Fürsten Nicholas Esterházy
in Eisenstadt – oft ihre eigenen Orchester und Theatergruppen, in denen
ausländische Musiker arbeiteten. Der bekannteste ist der österreichische
Komponist Joseph Haydn, der 30 Jahre lang für die Familie Esterházy
arbeitete.
Im 19. Jahrhundert brachte Ungarn
seinen ersten bedeutenden, im Land geborenen Komponisten hervor, Ferenc
Erkel, der die ungarische Nationalhymne und die erste ungarische Oper komponierte.
Der in Ungarn gebürtige Komponist und Pianist Franz Liszt verbrachte
den Großteil seines Lebens im Ausland. Wie schon Erkel so war auch
Ernst von Dohnányi stark von deutschen Komponisten beeinflusst.
Bis die Musik von Béla Bartók
(1881-1945) und Zóltan Kodály im 20. Jahrhundert internationale
Anerkennung fand, hatten deutsche und österreichische Komponisten
großen Einfluss auf die ungarische Musik. Ab 1905 sammelten und veröffentlichten
Bartók und Kodály Tausende ungarischer Volkslieder und verwandten
sie oder deren Leitmotive in ihrer eigenen Musik. Ein weiterer bedeutender
Komponist des Landes war Paul Abraham.
Béla Bártok
*25. März 1881 in Nagyszentmiklós
† 26. September 1945 in New York.
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Zoltán Kodály
*16.12.1882 in Kecskemét
†6.3.1967 in Budapest
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| Bartók, Béla Viktor János (1881-1945),
ungarischer Komponist, einer der bedeutendsten Vertreter der Moderne.
Bartók wurde am 25. März 1881 in Nagyszentmiklós
(Ungarn; heute Sînnicolau Mare, Rumänien) geboren. Er studierte
Klavier und Komposition in Pozsony (Preßburg, heute Bratislava, Slowakei)
und an der königlichen Musikakademie in Budapest, wo er von 1907 bis
1934
Professor für Klavier war. Von 1934 bis 1940 war er für die Ungarische
Akademie der Wissenschaften tätig. 1940 emigrierte Bartók in
die Vereinigten Staaten.
Seine zeitweilige wissenschaftliche Tätigkeit an
der Columbia University (1940/41) und sein Lehrauftrag als Professor für
Musik in New York City konnten Bartóks bescheidene finanzielle Verhältnisse
jedoch nur geringfügig verbessern. Er starb verarmt am 26. September
1945 in New York. |
Kodály, Zoltán (1882-1967) bedeutendster
ungarischer Komponist und Volksliedforscher.
Zusammen mit seinem Freund Béla Bartók erforschte
Zoltán Kodály das ungarische Volksliedgut.
In seinen Kompositionen verband er die Traditionen der
europäischen Musik mit der ungarischen Volksmusik.
Seine musikpädagogischen Arbeiten beeinflussten und
förderten maßgeblich die musikalische Entwicklung Ungarns.
Von 1907-1940 war Zoltán Kodály Professor
für Theorie und Komposition an der Musikakademie in Budapest, von
1946-1949 Präsident der ungarischen Akademie der Wissenschaften, ab
1961 Chefredakteur des wissenschaftlichen Zeitschrift »Studia musicologica«.
Meine Anmerkung:
1945 hat uns Zoltán Kodály
im Gymnasium in Dombóvár
besucht. Wir durften seine Lieder vorsingen. Wir waren aufgeregt.
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VERWALTUNG,
Komitate (Megye)
Ungarn ist in den Hauptstadtbezirk
Budapest (mit dem Status eines Komitates) und 19 Komitate aufgeteilt, die
wiederum in Bezirke untergliedert sind. Die 19 Komitate sind:
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Komitat (megye)
|
Fläche in
[ km² ]
|
Einwohner
Anzahl
[ n ]
|
Hauptstadt
|
Kurz-Info
|
| Hauptstadt-Bezirk |
525
|
1 775 203
|
Budapest |
Budapest:
Siehe eigene Seite! |
| Bács-Kiskun |
8 420
|
546 753
|
Kecskemét |
Kecskemét:
Südungarn, zwischen Donau und Theiß, 105 500
Einwohner; Fachhochschule für Maschinenbau, Weinbauforschungsinstitut,
Museen; Landmaschinenbau, Spirituosenfabrik; Obst- und Weinbau. |
| Baranya

|
4 430
|
408 019
|
Pécs
(Fünfkirchen)

|
Pécs:
Im südlichen Westungarn, größte Stadt
Transdanubiens, 160 000 Einwohner; zwei Universitäten, technische
Fachhochschule; Museen; elektrotechnische, chemische, Textil-, Lebensmittelindustrie;
im Mecsekgebirge Bergbau auf Steinkohle (Abbau von Uranerz wurde eingestellt).
Im Umland v.a. Obst-, Wein-, Gemüsebau.
Stadtbild: Frühchristlicher Friedhof mit Grabkammern,
in denen sich frühchristliche Wandmalereien erhalten haben (UNESCO-Weltkulturerbe);
Dom Sankt Peter (dreischiffige romanische Basilika mit vier Türmen
und fünfschiffiger Krypta, mehrfach restauriert); ehemalige Moschee
(16.Jahrhundert).
Geschichte: Als Sopianis (Sopianae) bedeutender Straßenknotenpunkt
der römischen Kaiserzeit, unter Diokletian Hauptstadt der Provinz
Valeria; 4. bis Mitte des 6.Jahrhunderts und seit 1009 Bischofssitz; im
9.Jahrhundert einer der Hauptorte des Großmährischen Reiches,
erstmals Quinque Ecclesiae (»Fünfkirchen«) genannt; gehörte
seit Bildung des Königreichs Ungarn zu diesem; im Mittelalter größte
ungarische Stadt, von großer kultureller Bedeutung; 1541-1687 unter
osmanischer Herrschaft; 1681 Ansiedlung von Deutschen, 1780 Erhebung zur
königlich-ungarischen Freistadt. |
| Békés |
5 631
|
397 074
|
Békéscsaba |
Békéscsaba:
Zentraler Ort des südöstlichen Ungarischen
Tieflands, 65 000 Einwohner; u.a. Textil- und Lebensmittelindustrie; Eisenbahnknotenpunkt
östlich der Theiß. |
| Borsod-Abaúj-Zemplén |
7 247
|
745 154
|
Miskolc |
Miskolc:
Am Sajó, 173 600 Einwohner; TU, Konservatorium,
Museum; Eisen- und Stahlindustrie, Maschinenbau, Textil- u.a. Industrie;
Mittelpunkt eines Weinbaugebiets.
Stadtbild: Gotische Kirche am Avasberg (13.Jahrhundert).
Geschichte: Gegründet im 13.Jahrhundert; 1405 königliche
Freistadt. |
| Csongrád |
4 263
|
433 388
|
Szeged (Szegedin) |
Szeged:
In Südostungarn, zu beiden Seiten der Theiß,
159 100 Einwohner; zwei Universitäten und weitere Hochschulen, Nationaltheater,
Konservatorium; bedeutendes Industriezentrum: Verarbeitung landwirtschaftlicher
Erzeugnisse (Gewürzpaprika- und Salamiherstellung), Jute-, Hanf-,
Baumwoll-, Tabak-, Möbel-, Leder-, Gummiindustrie, Maschinenbau. Verkehrsknotenpunkt.
Stadtbild: Demetriusturm (12./13.Jahrhundert), Reste
einer Burg (13.Jahrhundert), Marienkirche (Ende 15.Jahrhundert), neuromanischer
Dom (Anfang 20.Jahrhundert), neubarockes Rathaus (1883).
Geschichte: Szeged, schon im 13.Jahrhundert erwähnt,
wurde 1498 königliche Freistadt, 1542-1686 türkisch. |
| Fejér |
4 373
|
434 547
|
Székesfehérvár (Stuhlweißenburg) |
Székesfehérvár:
Seit Beginn des 11.Jahrhunderts ungarische Landeshauptstadt
und bis 1527 Krönungsort der meisten ungarischen Könige des Mittelalters
(bis 1539 Alba Regia genannt); 1543-1688 unter türkischer Herrschaft;
seit 1777 Bistum. |
| Györ-Moson-Sopron |
4 062
|
434 956
|
Györ (Raab) |
Györ:
Oberhalb der Mündung der Raab in die Donau, 127
300 Einwohner; Hochschulen, Franz-Liszt-Akademie für Musik, Museen;
Industriezentrum (Fahrzeug-, Maschinenbau, Textil- u.a. Industrie); Flusshafen.
Stadtbild: Dom (um 1100 erwähnt, im 15.Jahrhundert
erweitert, im 17.Jahrhundert umgebaut, klassizistische Fassade 1823; Hochaltarbild
und Fresken von F.A. Maulbertsch), Ignatiuskirche (163541, 172638 barock
umgestaltet; Deckengemälde von P.Troger [1744], Karmeliterkirche (1721-25;
Altarbilder von M.Altomonte), befestigte Bischofsburg (16.Jahrhundert).
Geschichte: Györ, das römische Arrabona, wurde
1001 ungarischer Bischofssitz, 1271 königliche Freistadt. |
| Hajdú-Bihar |
6 211
|
553 043
|
Debrecen (Debreczin) |
Debrecen:
Im nördlichen Großen Ungarischen Tiefland,
205 000 Einwohner; drei Universitäten; Waggon- und Landmaschinenbau,
Penicillingewinnung, traditionelle Nahrungsmittelindustrie, auch Tabak-,
Möbel- und Textilindustrie; Thermalbad; Flughafen.
Stadtbild: Reformierte »Großkirche«
(1805-19).
Geschichte: Debrecen gilt seit dem 16.Jahrhundert als
geistiger Mittelpunkt des ungarischen Kalvinismus. 1849 war Debrecen Sitz
der ungarischen Revolutionsregierung unter L.Kossuth. |
| Heves |
3 637
|
325 673
|
Eger (Erlau) |
Eger:
Im südwestlichen Vorland des Bükkgebirges,
57 900 Einwohner; katholischer Erzbischofssitz; elektrotechnische, Maschinen-,
Tabak-, Möbelindustrie; Thermalquellen; in der Umgebung Weinbau (»Erlauer
Stierblut«).
Stadtbild: Nach der Türkenzeit (1596-1687) Neubau
der Stadt im Barockstil (Minoritenkirche, 1758-73; Bischofspalast, 1758);
neoklassizistischer Dom (1831-39). |
| Jász-Nagykun-Szolnok |
5 607
|
415 819
|
Szolnok |
Szolnok:
An der Theiß, 76 900 Einwohner; Heilbad mit radioaktiven
Thermalquellen; Maschinenbau, Superphosphatwerk, Nahrungsmittel-, Papier-,
Zellstoff-Industrie; Bahnknotenpunkt, Binnenhafen. |
| Komárom-Esztergom |
2 251
|
316 780
|
Tatabánya |
Tatabánya:
In Nordungarn, 72 100 Einwohner; Zentrum des Braunkohlenbergbaus.
Partnerstadt: Aalen,
Baden-Württemberg! |
| Nógrád |
2 544
|
220 576
|
Salgótarján |
Salgótarján:
Im Nordungarischen Mittelgebirge, 44 400 Einwohner; Eisen-
und Stahlwerk, Landmaschinenbau, Metallwaren-, chemische u.a. Industrie;
Braunkohlenabbau (Nógráder Kohlebecken). |
| Pest |
6 393
|
1 080 759
|
Budapest |
Budapest:
Hauptstadt von Ungarn, 2,1 Mio. Einwohner; beiderseits
der Donau, die hier das Ungarische Mittelgebirge verlässt und in die
Tiefebene fließt; Verwaltungs-, Wirtschafts-, Verkehrs- und kultureller
Mittelpunkt Ungarns, Sitz der Ungarischen Akademie der Wissenschaften;
Budapest hat zahlreiche Hochschulen (darunter sechs Universitäten
und die Franz-Liszt-Akademie für Musik), Bibliotheken, Museen, Opernhäuser
und Theater, botanischen und zoologischen Garten sowie Messen und Festspiele.
Etwa 40% der ungarischen Industrieproduktion (Maschinen-, Fahrzeug- und
Schiffbau, feinwerktechnische, chemisch-pharmazeutische und Textilindustrie)
kommen aus Budapest. Die Stadt hat einen modernen Donauhafen (Csepel),
sechs Straßen- und zwei Eisenbahnbrücken über die Donau,
internationalen Flughafen (Ferihegy) und die zweitälteste U-Bahn Europas
(nach London). Budapest besitzt 123 erschlossene Thermalquellen. |
Somogy
|
6 036
|
335 463
|
Kaposvár |
Kaposvár:
In Südwestungarn (Südlich des Plattensees),
66 800 Einwohner; Mühlen, Zuckerfabrik, Fleisch-, Baumwollverarbeitung,
Elektronikindustrie. |
| Szabolcs-Szatmár-Bereg |
5 937
|
582 795
|
Nyíregyháza |
Nyíregyháza:
In Nordostungarn, im Großen Ungarischen Tiefland,
112 900 Einwohner; Freilichtmuseum; Tabak-, Nahrungsmittelindustrie, Maschinenbau,
Reifenfabrik. |
Tolna
|
3703
|
250 062
|
Szegszárd |
Szegszárd:
Hauptstadt des Bezirks Tolna.
Dombóvár:
Die Stadt Dombóvár
liegt am Treffpunkt dreier Komitaten (Megye: Tolna,
Baranya,
Somogy),
am Fluß Kapos, der den südöstlichen Transdanubienhügel
durchkreuzt.
|
| Vas |
3 337
|
268 653
|
Szombathely (Steinamanger) |
Szombathely:
Westungarn, an der Güns, nahe der Grenze zu Österreich,
82 100 Einwohner; katholischer Bischofssitz; Museen; landwirtschaftliches
Handelszentrum, Landmaschinenbau, Textil-, Schuhindustrie.
Stadtbild: Dom und Bischofspalais (beide 18.Jahrhundert).
Geschichte: Szombathely liegt an der Stelle des römischen
Savaria; Reste einer Isiskapelle (um 188) und einer aus einem römischen
Palast entstandenen Basilika mit Fußbodenmosaik (4.Jahrhundert). |
| Veszprém |
4 639
|
374 346
|
Veszprém (Wesprim) |
Veszprém: 62 600 Einwohner; katholischer Erzbischofssitz;
Universität (gegründet 1949); Zentrum des Bergbau- und Industriegebiets
des Bakonywaldes.
Stadtbild: Auf dem Burgberg neben der Kathedrale
Sankt Michael (11.Jahrhundert, 1723 neu erbaut) Baureste der Sankt-Georgs-Kapelle
(13.15.Jahrhundert), Gisela-Kapelle (13.Jahrhundert, nach Zerstörung
durch die Türken 1723 wiederhergestellt) mit bedeutenden byzantinischen
Fresken (13.Jahrhundert), barocker Erzbischofspalast (1765-76).
Geschichte: Residenz der Fürsten des Großmährischen
Reiches; im 11.13.Jahrhundert bevorzugte Residenz der Arpaden. |
| Zala |
3 784
|
298 056
|
Zalaegerszeg |
Zalaegerszeg:
61 000 Einwohner; chemische, Textil- u.a. Industrie.
Stadtbild: Gotische Kirche (14.Jahrhundert). |
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