| Bis in die Zeit um 1700 war die Gegend infolge der Türkenkriege
kaum bewohnt. Ab 1727 gehörte das Land dem Grafen József Eszterházy,
der 1733 Siedler aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation
ins Land rief.
Die drei historischen Vorgängersiedlungen der Stadt
sind Untergalla (Alsógalla), Obergalla (Felsögalla) und Bánhida.
Untergalla wurde ab 1733, Obergalla ab 1735 von den angesiedelten Deutschen
aufgebaut. Nach den Erschließungen der Bergwerke nach 1900 entstand
eine Bergbaukolonie und später die Gemeinde Tatabánya. Am 10.
Oktober 1947 wurden die vier Gemeinden Obergalla, Untergalla, Bánhida
und Tatabánya zur Stadt Tatabánya vereinigt.
Der frühere Stadtteil Partizántelep (deutsch
Partisanensiedlung) wurde um 1940 für die Bergleute erbaut und bestand
bis in die 1970er Jahre.
Der Industriecharakter der Stadt dominierte bis zur politischen
Wende Ungarns. Seitdem ist die Bedeutung der Schwerindustrie und des Bergbaus
deutlich zurückgegangen, und die Wirtschaftsstruktur der Stadt hat
sich verändert.
Wir sind in früheren Jahren (noch vor der Fertigstellung
der Autobahn M1) von Wien nach Budapest am Rande von Tatabánya vorbeigefahren.
Aufgefallen sind uns unter anderem die rauchenden Kamine (Schwerindustrie).
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