A. Béla Fahidi
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Schnell-Info über Szalatnak
Szalatnak liegt in Transdanubien,
dem Land jenseits der Donau in Südungarn ("Schwäbische Türkei").
Staat   Ungarn, Magyarország
Deutscher Name
von Szalatnak
  Salack
Komitat (Regierungs-Bezirk),
megye
  Baranya
Komitat-Hauptstadt   Pécs (Fünfkirchen)
Region

"SchwäbischeTürkei"
Höhe
162
m ü. NN

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Szalatnak (Salack)




Deportation aus Szalatnak (Salack) 1944
Die Deportation aus Szalatnak am 28. Dezember 1944

Kurz nach dem Einmarsch der sowjetischen Soldaten am 1. Dezember 1944 fand sehr schnell die Deportation statt. Diese Deportation von Szalatnak nach der Sowjetunion wurde am 28. Dezember 1944 durchgeführt.

Über ein Dekret der Behörden wurde die Deportation veranlaßt, wonach alle deutschen Frauen zwischen 18 und 30 Jahren und alle deutschen Männer zwischen 17 und 45 Jahren zur Zwangsarbeit "verschleppt" wurden.



Der lange Marsch der Salacker

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Entnommen aus der Neuen Zeitung (NZ51-52/89 vom 23. Dezember 1989)
Nachgeforscht und zusammengestellt von Jani & Béla Fahidi im Juni 2013
Unsere Tante Veronika Feuerstein (geborene Groll) erzählte 1989:
Morgens in der Früh habe ich meine  sechsjährige Tochter, meine alte Schwiegermutter und einen Stall voll Vieh zu Hause in Salack gelassen. Mein Mann war honvéd (ungarischer Soldat) im Krieg. Es war schon um Mittag, als wir in Sásd müde angekommen sind. Dort hat uns der Arzt untersucht. Wer ein bißchen raffiniert war. der ist zusammengebrochen und mußte vielleicht nicht in die Reihe. Es ist schon dunkel geworden , als die geschrien haben, pa tschitiri. Das war außer dawai das erste was ich russisch gelernt habe.



Salack (Szalatnak) 2011

Ergänzung von Theresia Pfisztner (geborene Hirth): Wir waren schon in Sásd müde, und dort mußten wir dann wieder zu Fuß weiter in drei-vier Stunden.
In Fünfkirchen sind wir nachts gegen elf Uhr angekommen. Sie haben uns in den Pferdestall der Lakics-Kaserne getrieben. Wir sind dort fast verzweifelt. Nach einigen Tagen, vielleicht war es der sechsten Jänner, da ist abends eine Nonne gekommen. Wir waren auf Stroh gelegen und haben plötzlich gehofft. Dann sagte aber die kedves növér (liebe Schwester): Steht auf meine Lieben. Beten wir gemeinsam. Bitten wir den Herrn, dass er Euch allen hilft, denn morgen macht Ihr Euch auf einen langen Weg - wahrscheinlich nach... (Anmerkung: Manche haben Odessa, manche Oroszország, Rußland also verstanden, aber in Wirklichkeit wußte es keiner.) Wir haben fleißig gebetet und waren verzweifelt. Nachher haben wir uns gebadet und schlafen konnten wir nicht. Wir jammerten, weinten nur und waren traurig. Am Morgen war der Befehl: pa tschitiri! Wir marschierten zum Bahnhof. Auf einmal höre ich meinen Namen schreien. Es war meine Mutter mit einem Päckchen, aber sofort war einer mit dem Gewehr da. Mutter geht schnell rück, habe ich gesagt. Das war unser Abschied.

Basilika Fünfkirchen
(Pécs); 2003

Ergänzung von Anton Pfistner und Frau: Bistro dawai und rein in die Viehwaggons, vollgestopft. Dann haben wir gemerkt, dass wir in Dombóvár sind. Wohin geht es jetzt, haben wir gedacht. Von hier aus kommt man noch in alle Richtungen.




Bahnhof  Dombóvár; 2003

Bahnhof  Dombóvár; 2003

Noch von zu Hause haben wir alle Papiere und Schreibzeug mitgenommen . Als wir merkten, dass wir Richtung Bátaszék fahren, haben die Salacker alle bei Kerzenlicht schnell ein Zettelchen geschrieben. Die sind zusammengebündelt und auf der Station zum Fensterlein hinausgeschmissen worden. Es war nur der Name drauf und "Auf Wiedersehen". Denn wir haben immer noch nicht gewußt, was mit uns geschehen wird und wohin wir kommen.

Ergänzung von Theresia Pfisztner (geborene Hirth): In Baja konnten wir nicht über die Donau fahren, weil die Brücke gesprengt war. Erst als die Fähre fertig war, konnten wir weiter fahren. In Szabatka haben wir uns das erstemal gebadet und dort haben wir auch ein halbes geräuchertes Schaf bekommen, das furchtbar gestunken hat. Wir haben es durch das Brettloch geschmissen.


Ergänzung von Tivadar Sillei: Wir hatten dort noch etwas von zu Hause mit. Später wäre dieses Schaf sehr gut gewesen. Wir haben noch viel Schlimmeres gegessen.
Ergänzung von Georg Allmaier: Ich habe damals schon gesagt, ihr werdet noch gerne Kukuruzkascha essen und  ich habe auch mit meinem Schwager angefangen, den in einer Kiste zu sammeln. Später waren wir tatsächlich  darauf angewiesen. Ich könnte heuer noch kreinen.
Ergänzung von Theresia Pfisztner (geborene Hirth):  Einmal hat der Zug drei Tage lang gestanden. Es hat geschneit und es war sehr kalt. Frauen und Männer waren in extra Waggons. Wir Frauen konnten kein Feuer schüren. Damals durften das erste Mal die Männer zu uns kommen und haben uns Feuer gemacht.
Ergänzung von Frau B. I.:  Einen Monat sind wir gefahren, bis wir angekommen sind. Wir haben gedacht es geht bis ans Ende. Das war es auch.
Ergänzung von Tivadar Sillei: Abends um zehn sind wir in Grosny angekommen. Von dort aus ging es nach Promislaw. Hier wurden wir abgezählt und in Gruppen verteilt, die in verschiedene Lager gekommen sind.
Wir mußten auf einem hohen Berg gehen mit dem Gepäck und sind uns vorgekommen wie Jesus mit dem Kreuz. Wir sind fast mehr zurückgerutscht als nach vorn gekommen. Zum Glück war das Gebäude oben endlich warm, aber unser Bett war wieder nur der Fußboden.
Ergänzung von Tivadar Sillei: Wir waren die ersten, die beim Ölrohrziehen eingesetzt worden sind. Wir mußten die Schanze graben und die Rohre mit Stricken hineinziehen, die dann zusammengeschweißt worden sind. Zweieinhalb bis drei Meter tief war der Graben, die Norm täglich fünf Kubikmeter. Haben wir die nicht geschafft, hat es am Abend keine Suppe gegeben.
Ja, Arbeit hat es für uns gegeben, nur kein Essen. Wir haben täglich ein Stückchen Brot bekommen, das war wie Seife, und Krautsuppe, aber nach dem Essen waren wir hungriger als davor. Es war mehr als einmal, dass wir nichts hatten. Wir mußten einfach fechten gehen. Wenn wir etwas bekommen haben, das mußten wir mit dem Brigadier teilen. Von sechs Uhr früh bis sechs Uhr abends mußten wir arbeiten. Morgens haben wir vor Hunger geweint, mittags hatten wir eine Pause, aber nichts zu essen. Da haben wir Brennesseln gesammelt, Kartoffelschalen gesucht und alles, was wir nur finden konnten. Wenn es auch das nicht gegeben hat, dann haben wir einender gegenseitig die Köpfe entlaust. Nur der Wille hat uns am Leben gehalten, noch einmal nach Hause zu kommen. 
Ergänzung von Tivadar Sillei: Ich war 25 damals. 1946/47 war es kaum auszuhalten. Die meisten sind  in diesen Jahren gestorben. Wir waren ausgehungert, abgemagert und total hilflos. Wir haben da schon alles gegessen, alles, was wir nur gefunden haben, Brennessel, egal was, und auch wenn es auf dem Misthaufen lag. Nur in Grosny, was ich weiß, sind der Kerner Joschka, Fledrich Franz, Tanner Laurenz, Prein Peter, Pfisztner András, Felvári Franz und die Winger Eva gestorben. Sie sind einzeln, zu dritt, zu fünft, wie es halt gekommen ist begraben worden. Erst 1948 ist ihnen ein Holzkreuz hingestellt worden.

Ergänzung von Frau B. I.:  Am Anfang war's am schlimmsten. Ich war 18 Jahre alt, habe vielleicht 30 Kilo gewogen und war voller Läuse. Das allerschlimmste war, dass ich nur daran denken konnte: Von hier kommst du nicht mehr heim. Wir hatten ja keinen Namen, wir hatten ja nur Nummern, wir waren keine Menschen, weil ein Mensch mit den Namen gerufen wird. Ich hatte die Nummer 885. Genausoviel Rubel Schulden hatte ich auch noch 1947 gehabt. Schulden! 100 Rubel bekamen wir für einen Monat. Das reichte nicht einmal für Suppe und Brot. Ich habe die halbe Brotportion verkaufen müssen, um am nächsten Tag wenigstens die Suppe auslösen zu können. Erst Anfang 1948 sind wir freie Arbeiter geworden, und von da an hat ein jeder bekommen, wieviel er gearbeitet hat, aber wir hatten immer nur Schulden. Viele hatten auch noch bei der Heimfahrt Schulden.
Jeden Tag, als wir nach Haus gekommen sind, hat vor der Baracke eine Kiste aus zusammengenagelten Bretter gestanden. In die sind die Toten gelegt worden. Sie ist selten leer geblieben, Ich mußte jeden Tag, wenn ich die Kiste gesehen habe, denken, da kommst auch du rein. Das haben alle gedacht, so geschwächt waren wir. Abends ist immer ein Pferdewagen gekommen, um die Kisten zu holen. Über die erwachsenen Russen kann man sich übrigens nicht beklagen, sie waren meistens anständig zu uns. Aber es waren viele Kinder, so um zehn Jahre herum, die wenn sie uns gesehen haben, "woina kontschal, Gitler kaputt" geschrien und mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben, so dass das Blut nur so gespritzt hat. Am 9. Mai 1945 haben die Russen herumgeschossen, sind hin und her gefahren und waren sehr laut. Zu uns ist ein Offizier gekommen und hat eine Rede gehalten und gesagt, der Krieg ist zu Ende. Wir können vielleicht in drei Wochen, vielleicht in drei Monaten, aber vielleicht in drei Jahren nach Hause. Es sind fast fünf geworden! Was ich damals gefühlt habe, kann man nicht erzählen.
Ergänzung von Frau Gabriela Tolnai (geborene Richter):   Nicht einmal nachts hat man uns in Ruhe gelassen. Immer wieder holten sie jemanden. Ich war 21. Um Mitternacht wurde ich geweckt worden und mußte zum politischen Offizier. Der war sehr grob und wollte gleich drauf schlagen. Er sagte immer wieder, dass ich beim Militär gewesen bin, und ich soll sagen, wo ich gedient und was alles angestellt habe. Die Frauen gehen bei uns nicht zum Militär, antwortete ich. Er hat wieder zum Schlag aufgezogen, denn ich sei beim Militär gewesen, weil mein ganzer Marsch und meine Bewegung so ist. Weil er aus mir nichts raus kriegen konnte, hat er meine Dorfleute gefragt. Ich habe den Schilli Tibor und Allmayer Gyuri genannt. Ach ja, und die hätten ihm schon lange verraten, dass ich beim Militär war. Da habe ich so stramm vor ihn hingestellt, wirklich wie ein Militärsmann, und habe laut gesagt: idji! Diesmal habe ich Glück gehabt.

Ergänzung von Michael Pfisztner:  Gutes kann ich nicht sagen, gar nichts, Schlechtes will ich nicht. Doch soviel: Die die nicht fechten gegangen sind oder nicht gehen konnten, die sind dort geblieben, die sind verhungert. Und: Wenn es unter den Russen nicht so gute Menschen gegeben hätte, wäre von uns die Hälfte dort geblieben. Mit dem ist alles gesagt. Man mußte auch Glück haben, um das alles zu überleben. Einmal war ich abends um zehn fertig und bin ins Lager zurück. Unterwegs mußte ich meine Not verrichten und habe mich am Rande eines Kartoffelfeldes hingesetz. Das ganze Feld war mit Gaslicht ausgeleuchtet. Da sind Tataren mit Gewehr gekommen und haben noch gefragt, was ich mache. Plötzlich schreien sie zapzarap, zapzarap! Njet zapzarap, und habe gezeigt, dass ich nichts habe. Es hat nichts geholfen. Die haben mich mit dem Gewehr ohnmächtig geschlagen. Als ich zu mir gekommen bin, wieder: zapzarap? Mein Njet hat die nicht interessiert und wieder drauf los, was nur Platz hatte. Schließlich bin ich mit Hilfe ins Lager gekommen. Dort habe ich nichts verraten, ich habe gesagt, ich bin vom Auto gefallen, aber am nächsten Morgen hat es sich herausgestellt, dass mir die Rippen gebrochen sind, und hohes Fieber hatte ich auch, aber ich bin doch zur Arbeit gegangen. Dieser Fall und auch die ganze Zeit dort hat mich meine Gesundheit gekostet, bin aber Gott sei Dank doch heimgekommen.
Ergänzung von Theresia Pfisztner (geborene Hirth):  Vielleicht war es unser Glück, dass wir zuerst in die Kaukasus-Gegend gekommen sind. Dort war es nicht so kalt, und auf den Felder ist vieles Gewachsen. Man hat immer wieder etwas finden, und manchmal auch eine Kartoffel stehlen können. Über uns Internierte hat es ein Gesetz gegeben: Wenn wir auf dem Feld erwischt worden sind, hat der Eigentümer oder egal wer mit uns machen können, was er gewollt hat. Waren wir aber auf unserem Arbeitsplatz, in der Schanze, da hatten wir Schutz, und nicht einmal das Gestohlene hat man uns wegnehmen können. Im Ural hat es aber nichts gegeben, nur bittere Kälte. Anfang 1947 sind wir wieder einwaggoniert worden und nach Ural nach Oktjaberski gefahren worden. Die Fahrt hat ungefähr drei Wochen gedauert. Als wir angekommen sind, haben wir vier Tage nichts zu essen bekommen. Ich weiß gar nicht, warum der Mensch so an seinem Leben hängt. Unser Leben hat ja nur an einem dünnen Faden gehangen. Auch hier mußten wir wieder Schanzen graben und sind auch hier in der großen Kälte auf offenen Lastautos zum Arbeitsplatz gefahren worden, manchmal 40-50 Kilometer weit. Die Arbeit war schwer, und bis minus 30 Grad mußten wir hinaus. Wenn es kälter war, mußten sie uns heimfahren, aber das haben sie nicht immer getan, manchmal haben sie uns nicht einmal am Abend geholt. Das war furchtbar. Da war der Nachtnebel und wir haben gar nichts gesehen. Dazu haben wir noch einen Brigadier, der war , ja das kann man nicht sagen, wie der war...

Ergänzung von Frau B. I.:  Ja , der Brigadier, der war einer von uns, und der war viel schlimmer als die Russen, oder egal wer. Einmal mußten wir neun Frauen zur Schanze, und wir sollten sie fertig machen. Kaum waren wir da ist nach angenehmen Wetter plötzlich ein sehr großer Schneesturm gekommen. Die Schanze mußte 2,2 Meter tief sein, aber wir konnten nur Schnee schaufeln, und es war unmöglich, mit der Schanze vorwärts zu kommen. Es war auch eine Frau, die war schon von Sinnen, aber die Ärztin sagte, es ist besser, wenn sie unter uns ist. Weil der Brigadier weg war, ist sie Kleider verkaufen gegangen. Als sie zurückkam, war auch der Brigadier da, und der Nutzen ist ihm geblieben. Diese Frau hat gesagt, wir sollen doch raus kommen, es geht ja sowieso nicht. Dann hat der Brigadier gesagt, wenn ihr hier verreckt, auch dann müßt ihr es fertigmachen. Es war unmöglich. Wir wollten raus, aber er hat uns tüchtig geschlagen und zurück geschmissen in die tiefe Schanze. Auch diese Frau. Weil da viele Steine waren, hat sie sich den Fuß aufgerissen. Erst als es schon ganz dunkel war, hat er uns rausgelassen. Niemand ist uns holen gekommen. Im Finstern, im Sturm im großen Schnee haben wir, einander ziehend und schleppend, ein Tatarendorf erreicht. So war unser Brigadier aus Ungarn.
Es war aber auch ein Offizier, der sehr grob war. Manchmal haben wir einige Ziegel zusammengesetzt, um etwas kleines zu kochen. Wenn dieser Offizier gekommen ist, hat er einfach drauf getreten. In der großen Kälte mußten wir auf dem offenen Auto lange Strecken fahren. Das kann man nicht sagen, wie das geschmerzt hat. Seitdem höre ich auf dem einen Ohr überhaupt nicht und auch auf dem anderem nur ganz schlecht. Es ist auch vorgekommen, dass ein Auto am Abend überhaupt nicht gekommen ist. Einmal haben wir so bei 30 Grad Kälte unter dem freien Himmel gestanden. Was wir geweint haben, bis wir ein kleines Dorf erreichten, aber in den Häusern haben sie gesagt "njeto", kein Platz. Erst am anderen Dorfende hat uns eine junge Frau in Wächterhäuslein rein gelassen. Dort haben wir übernachtet, aber es war wenig Platz. Wir haben abwechselnd auf einen Kohleneimer gesessen. Und die vielen Wanzen, Jessus Maria!

Ergänzung von Tivadar Sillei: Schon 48 hörten wir, dass Transporte nach Hause gehen. Na und tatsächlich, im November 1949 haben sie bei uns gesagt: skora damoi. Zu Allerheiligen mußten wir das letzte Mal arbeiten gehen. Dann war es aus. Wo ich war haben wir gekocht, getanzt, gesungen zusammen mit den Russen. Wir haben uns von allen verabschiedet.

Ergänzung von Theresia Pfisztner (geborene Hirth): Gefreut hat man sich überall, aber bei uns ist nicht groß gefeiert worden, wir wollten nur schnell nach Hause. Ein Teil ist wieder in Viehwaggons, ein Teil aber auch in einem normalen Zug gekommen. In Debrecen hat es 20 Ft Begrüßungsgeld gegeben und für viele noch einmal eine schlechte Nachricht. Wenn seine Verwandten nach Deutschland ausgeliefert waren, der mußte noch einmal ein halbes Jahr in Debrecen bleiben. Auch meine Eltern waren ausgesiedelt, aber ich habe mich zu meiner Schwester verlangt, so bin ich nach Hause gekommen. Was ich hier zu sehen und zu hören bekommen habe, das ist wieder eine große Geschichte.
Unsere Tante Veronika Groll wurde am 14. September 1921 in Szalatnak geboren.
Sie heiratete Johann Feuerstein aus Szalatnak im Oktober 1936.
Veronika verstarb 2003 ebenfalls in Szalatnak.

Weitere Hinweise

 
Verwandtschaft zu uns

Veronika Feuerstein, geborene Groll, ist die Ehefrau des Onkels 2. Grades von Adalbert Béla Paul Fahidi (zu mir).
bitte klicken:

Siehe PDF-Datei: "Beziehungstafel Adalbert Béla Paul FAHIDI zu Veronika GROLL"
 



Einige Namen der Deportierten aus Szalatnak

Eine vollständige Auflistung von den 118 oder 120 Personen fehlt leider.
Pos. Nachname Geburtsname Vorname Geburts-Datum Bemerkung
1 Allmaier
Georg (György)

2 Allmaier nicht bekannt
Gorgné

3 Feuerstein Groll
Veronika{Jánosné} 14. September 1921 Meine Tante (2. Grades); sie verstarb 2003
4 Fledrich
Adam (Ádam)

5 Leipold
Mathias (Mátyás)
aus Hegyhátmaróc
6 Leipold Ginder Barbara  (Borbélya)
{Mátyásné}

aus Hegyhátmaróc
7 Löcsei
Josef (József)

8 Pfistner
Anton (Anton)

9 Pfistner nicht bekannt Antonné

10 Pfisztner Hirth
Theresia (Terézia)
{Pfisztnerné}


11 Pfisztner
Michael (Mihály)

12 Sillei
Tivadar

13 Stenczer
Johann (János)

14 Stettner
Heinrich (Henrik)


15 Stettner nicht bekannt
{Stettnerné}

16 Tolnai Richter Gabriele (Gabriela)
{Tolnainé}


17




18




Anmerkung:
Alle Personen mit einem genauen Geburtsdatum sind in unserer Familien-Chronik-Datenbank registriert.


Deportation * INFO * Deportation

Deportation (von lateinisch deportare: fortbringen), eine staatlich vorgenommene zwangsweise Verschleppung von Einzelpersonen oder Menschengruppen aus ihren angestammten Wohnsitzen an vorbestimmte Aufenthaltsorte.

Eine Deportation ("Verschleppung") kann der eigene Staat wie auch eine fremde Besatzungsmacht durchführen. Sie erfolgt in der Regel in entlegene Gebiete, die sich fernab der geschlossenen Siedlungsgebiete befinden. Im Unterschied beispielsweise zur Vertreibung bleiben die Deportierten in der Regel im Machtbereich des deportierenden Staates. Eine Deportation dient vornehmlich der strafweisen Verbannung oder der Zwangsarbeit. Sie wird sowohl in Friedens- wie auch in Kriegszeiten vor allem gegenüber nationalen, ethnischen oder politischen Minderheiten angewandt.
 

Wie im obigen Fall, in Szalatnak, sind total unschuldige Personen verschleppt und zur Zwangsarbeit "verurteilt" worden! Dies war menschenunwürdig.
Leider wurden die verantwortlichen Personen nicht zur Rechenschaft gezogen.

Zwangsarbeit, mit hoheitlichen Zwangsmitteln durchgesetzte Ausbeutung der menschlichen Arbeitskraft. Gemäß Artikel 4 der Europäischen Menschenrechtskonvention darf niemand zu Zwangsarbeiten herangezogen werden. Dasselbe ist in Artikel 12 des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland geregelt.

Grundgesetz
Art. 12 GG
(1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden. 

(2) Niemand darf zu einer bestimmten Arbeit gezwungen werden, außer im Rahmen einer herkömmlichen allgemeinen, für alle gleichen öffentlichen Dienstleistungspflicht. 

(3) Zwangsarbeit ist nur bei einer gerichtlich angeordneten Freiheitsentziehung zulässig.

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geändert. Begründung: Die alten Ortsnamen waren in Ungarn mehrfach vorhanden.
Jenö wurde Baranyajenö

Gleichzeitig wurde im Nachbarort eine Ortsnamen-Änderung durchgeführt.
Szentgyörgy wurde Baranyaszentgyörgy
Gödre
Nachbargemeinde
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