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Abteikirche Neresheim
Der Neubau der Kirche des 1095 gegründeten Benediktinerklosters
(1745 begonnen), ein Spätwerk Johann Balthasar Neumanns, gehört
zu den großen Barockbauten Europas.
In den Klostergebäuden (1668-1726) Stuckdekorationen (Festsaal von
D.Zimmermann, 1719).
Die
drei Meisterstücke von Johann Balthasar Neumann
Die allgemeine Vorstellung von Neumanns kirchlicher Baukunst
verbindet sich richtig erst aber mit den drei Kirchen des höchsten
Schwierigkeitsgrades. Es sind dies die Hofkirche in der Würzburger
Residenz, Vierzehnheiligen und Neresheim.
Hier nun gerät das gesamte Innere in eine schwingende Bewegung, da
jede Wand, jeder Bogen kurvig verläuft. Nichts mehr erinnert an das
herkömmliche rektanguläre Gefüge; die Innenarchitektur ist
zur Gänze »kurviert«, während die Außenmauern
gerade geführt sind. Die kurvierte Architektur hatte eine Genration
früher in Oberitalien bei Guarino Guarini eingesetzt und war dann
vor allem in Böhmen von Christoph Dientzenhofer weiterentwickelt worden.
Martin
Knollers Deckenfresken
-Illusionsmalerei-
Das Deckengmälde in der von Johann Balthasar Neumann
geschaffenen Klosterkirche Neresheim stammt von Martin Knoller. Das Bild
setzt die Kirche als Künstlichem Raum eine Kuppelbau auf. Es ist ein
Beispiel für die spätbarocke Illusionsmalerei.
Martin Knoller, österreichischer Maler,
* 8.11. 1725, Steinach (am Brenner)
† 4.7. 1804, Mailand
malte v.a. Deckenfresken für Kirchen in Tirol und Süddeutschland
(Ettal, Neresheim), auch Altarbilder
und Porträts. Knoller ging von der italienischen Barockmalerei aus,
schloss sich dem bayerischen Rokoko an und gelangte schließlich zum
Klassizismus.
© Fotos:
A. Béla Fahídi
© Bibliographisches
Institut & F. A. Brockhaus AG, 2004
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