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Ellwangen/Jagst
Stadt am Oberlauf der Jagst,
nördlich von Westhausen und Aalen, Baden-Württemberg, entstand
als Handwerkersiedlung bei einem Benediktinerkloster, das die Brüder
Hariolf und Erlolf 764 als Eigenkloster gegründet hatten und das 1215
Reichsabtei wurde. 1460 wurde das Kloster in ein Chorherrenstift unter
einem Fürstpropst umgewandelt, 1802/03 kam es an Württemberg.
Der Ort Ellwangen wurde nach 1136 zur Stadt erhoben (1201 civitas genannt).
Der Name 12. Jahrhundert Eleswangen, Elwangin enthält als zweites
Glied althochdeutsch wang »Feld, Wiese, Weide«, ein Wort, das
schon früh nicht mehr verstanden wurde. Das erste Glied ist althochdeutsch
elaho »Elch«, und so ergab sich in der Vita des Klostergründers
Hariolf (vor 859 geschrieben) die Umdeutung des Namens zu Elehenfanc; man
erzählte von einer Jagd, bei der dort ein Elch gefangen worden sei.
Als »Elchwiese« wird man den Namen jedenfalls deuten können,
denn der Elch kam damals als wanderndes Großwild auch in Süddeutschland
vor.
© Bibliographisches
Institut & F. A. Brockhaus AG, 2004

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